Jahresprogramm 2026
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Wir freuen uns, Ihnen auch im Jahr 2026 ein spannendes und abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm präsentieren zu können. Zeitgenössische Kunst hochkarätiger Künstler:innen steht dabei im Fokus: Das Jahr beginnt mit der aufstrebenden jungen Malerin Shanee Roe aus der KORNFELD Galerie Berlin, gefolgt von einer Gruppenausstellung von Studierenden der Hochschule Offenbach zum Thema „Tipping Points“. Ein besonderes Jahreshighlight bildet die Ausstellung aus dem Nachlass von Arno Rink – einem der prägenden Einflussgeber der Leipziger Schule. Gezeigt werden Frauenbildnisse, ermöglicht durch die Unterstützung von Christine und Marie Rink sowie der Galerie Kleindienst Leipzig. Im Sommer setzt Isabel Blessing mit ihrer Malerei einen Impuls zum Nachdenken, bevor eine zweite spannende Gruppenausstellung junger Künstler:innen aus Südafrika folgt. Diese Ausstellung ist das Ergebnis eines Kooperationsprojekts zwischen der Creative Academy Cape Town, der Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin und dem Museum Bensheim. Zum Ausklang des Jahres kommen Archäologiebegeisterte auf ihre Kosten: In einer umfassenden Schau werden neue und spektakuläre Funde aus Südhessen in Zusammenarbeit mit der hessenARCHÄOLOGIE, Außenstelle Darmstadt, präsentiert.
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Für die Förderung unserer Ausstellungen danken wir herzlich der Sparkasse Bensheim, der Merck´schen Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft e.V., dem Lions Club Bergstraße sowie dem Museumsverband Hessen e.V.!
Bis bald im Museum Bensheim
Ihr Museumsteam
Tipping Points
Vernissage am 10.04.2026
Ausstellungszeitraum: 10.04.–17.05.2026
Die Ausstellung Tipping Points widmet sich einem der drängendsten Themen unserer Zeit: den Kippelementen im Klimasystem – sensiblen ökologischen Schwellen, deren Überschreiten irreversible Veränderungen nach sich ziehen kann. Bis zu 15 Studierende der Hochschule für Gestaltung Offenbach setzen sich im Rahmen des Lehrgebiets Zeichnung künstlerisch mit diesen Prozessen auseinander. Ihre Arbeiten eröffnen neue, emotionale wie intellektuelle Zugänge zur Klimakrise – jenseits bloßer Faktenvermittlung. Die Ausstellung macht diese künstlerisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung sichtbar und versteht sich als Brücke zwischen Hochschule, Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft. Tipping Points regt zum Nachdenken an, fördert Umweltbildung und lädt Besucher:innen jeden Alters zur Reflexion über unsere Rolle im globalen Gefüge ein.
Abbildungsnachweis: Simon Geis, waste bouquet
Arno Rink - Malerisches Pas de deux
Vernissage am 06.06.2026
Ausstellungszeitraum: 06.06. – 02.08.2026
Die Ausstellung widmet sich dem Werk des bedeutenden Malers Arno Rink (1940–2017), einem der prägenden Vertreter der Leipziger Schule und langjährigen Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Gezeigt wird eine Auswahl aus seinem künstlerischen Nachlass, kuratiert in enger Zusammenarbeit mit seiner Witwe Christine Rink. Malerisches Pas de deux beleuchtet Rinks unverwechselbare Bildsprache, seine Virtuosität im Umgang mit Form, Linie und Farbe. Es ist die Faszination für die Form und die Linie, die in der Kunst des Malers Arno Rink eine herausragende Rolle spielt. Besonders der weibliche Körper, wenn nicht nur dieser, sind für ihn Maßstab und wichtigstes Attribut seiner Kunst. Dieses wird hervorgehoben von der differenzierten Couleur der Kleidung oder der meisterhaften Interpretation von nackter Haut, und ist damit immer verbunden mit einer ungewöhnlichen Darstellung der Erotik. Zauberhaft und sehenswert. Die Ausstellung bietet einen neuen, persönlichen Blick auf das Werk Rinks – als Dialog zwischen Künstler und Lebensgefährtin, zwischen Figuration und Fantasie, zwischen Form und Emotion. In Zusammenarbeit mit Galerie Kleindienst Leipzig
Abbildungsnachweis: Arno Rink, Judith, 2010, 180×100cm, Öl auf Leinwand Foto: Michael Ehritt, Leipzig © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Isabel Blessing - Zeitreise
Vernissage am 14.08.2026
Ausstellungszeitraum: 14.08. – 13.09.2026
Unter dem Leitgedanken „KUNST SCHAFFT: NEUES DENKEN?“ lädt die Ausstellung Zeitreise von Isabel Blessing im Museum Bensheim zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem Menschen im Wandel der Zeiten ein. In einer Ära globaler Umbrüche fragt die Schau nach Orientierung, Identität und Sinn – damals wie heute. Archäologische Exponate aus einer Privatsammlung treten in einen spannenden Dialog mit zeitgenössischen künstlerischen Arbeiten. Malerei, Skulptur, Installation und multimediale Beiträge eröffnen ein eindrucksvolles
Spannungsfeld zwischen Ursprung und Vision, Vergangenheit und Zukunft. Die thematisch gestalteten Räume – „Ursprünge“, „Weltbilder“, „Zeitgeist“ und „Kosmos“ – spannen einen Bogen von den frühen Ausdrucksformen menschlicher Zivilisation über Fragen von Spiritualität und Identität bis hin zu aktuellen Diskursen über Nachhaltigkeit und die Stellung des Menschen im Universum. Zeitreise versteht Kunst als Impuls zum Nachdenken – als Einladung, die eigene Wahrnehmung zu erweitern und die Welt neu zu sehen.
Abbildungsnachweis: Isabel Blessing, Terrakotta und Perlenkette III, 30×40 cm, Öl auf Leinwand, 2025
Intertwined Narratives - Pop-up Show
Vernissage am 25.09.2026
Ausstellungszeitraum: 25.09.–01.11.2026
Intertwined Narratives vereint fünf südafrikanische Künstler:innen, deren Arbeiten persönliche und kollektive Erfahrungen durch unterschiedliche visuelle Strategien erforschen. In ihren Werken treffen individuelle Biografien auf gemeinsame Kontexte und eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Erinnerung, Materialität und Beziehung. Katherine Bull arbeitet medienübergreifend mit Zeichnung, Druck, Installation und Performance und untersucht Prozesse von Wahrnehmung, Erinnerung und Bildproduktion. Alka Dass verwebt Archivmaterial, Handwerk und Alltagsobjekte zu Arbeiten über Identität, Herkunft und kulturelles Erbe. Sara Matthews entwickelt konzeptuelle und relational angelegte Arbeiten, in denen sie soziale Regeln, Kommunikationsprozesse und soziale Interaktionen durch performative Strukturen und selbst initiierte Kontexte reflektiert und hinterfragt. Vusumzi Nkomo arbeitet transdisziplinär mit Skulptur, Video, Performance und Klang und reflektiert Fragen von Geschichte, Sprache, Macht und Erinnerung. Guy Simpson bewegt sich technisch zwischen Zeichnung, Malerei und Bildhauerei, beeinflusst von seiner Biografie, seinem Aufwachsen und seinem Alltag, verwendet er Objekte, Materialien, Strukturen sowie Beobachtungen und versucht in seinen Werken der vermeintlichen Wahrheit auf den Grund zu gehen. Als kollaboratives PopupProjekt versteht sich die Ausstellung außerdem als Ort des Austauschs und der Verbindung: zwischen künstlerischen Positionen, institutionellen Partnern und Kontinenten. Intertwined Narratives bringt die Cape Town Creative Academy, das Museum Bensheim und die Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin zusammen und fördert einen lebendigen transkontinentalen Dialog.
Abbildungsnachweis: Alka Dass in the Studio Image courtesy of the artist. Photograph by Jonathan Kope
Erd-Reich - Archäologische Entdeckungen aus Südhessen
Vernissage am 13.11.2026
Ausstellungszeitraum: 13.11.2026–17.01.2027
Vom 13. November 2026 bis zum 17. Januar 2027 zeigt das Museum Bensheim in enger Kooperation mit der hessenARCHÄOLOGIE eine große Sonderausstellung zur Archäologie Südhessens. Die Ausstellung spannt einen weiten zeitlichen Bogen von den ersten bäuerlichen Gemeinschaften der Jungsteinzeit bis ins Hochmittelalter und präsentiert neueste archäologische Forschung ebenso wie außergewöhnliche Funde aus der Region. Im Mittelpunkt stehen bedeutende Originalobjekte: der bandkeramische Brunnen von Heppenheim als älteste bekannte Holzkonstruktion Hessens, der spätbronzezeitliche Hortfund aus Dornheim, merowingerzeitliche Funde aus Heppenheim sowie mittelalterliche Objekte von der Burg Tannenberg. Interaktive Stationen, digitale Vermittlungselemente und anschauliche Rekonstruktionen ermöglichen einen lebendigen Einblick in Alltag, Kult und Bestattungssitten vergangener Zeiten. Neben der Präsentation des kulturellen Erbes richtet die Ausstellung den Blick auch auf die archäologischen Methoden, mit denen dieses Wissen gewonnen wird – von Dendrochronologie und Archäobotanik bis hin zu modernen Restaurierungstechniken. Mit ihrem innovativen Konzept verbindet die Schau Forschung und Vermittlung, richtet sich an ein breites Publikum und leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis und zum Schutz der archäologischen Denkmäler Südhessens.

