Programm

Auftaktveranstaltung, Sonntag 08. März 2026, um 18:30 Uhr

Die Auswahljury – Johanna Wehner, Amina Eisner, Bernd Isele und Katrin Spira – stellt im Gespräch mit Beteiligten das Festivalprogramm vor.


Kostja (UA), Sonntag 08. März 2026, um 20:00 Uhr

                                                                                                       Foto: ©Björn Klein

von Sara Çalışkan, frei nach Anton Tschechow

Alessa Bollack

Ein Mensch stirbt – was kann ich hinterlassen, fragt sich Kostja, was den Hinterbliebenen in ihrer Trauer mitgeben?
Längst hat die Digital Afterlife Industry Antworten auf diese Fragen. Mittels Künstlicher Intelligenz ermöglicht sie den Gedanken, Stimmen und Körpern Verstorbener digital weiterzuleben. Aus Textnachrichten, Ton- und Bildaufnahmen lässt sie ChatBots und Avatare entstehen, um die Trauernden zu unterstützen, versöhnliche, tröstliche Gespräche zu führen und den Abschied zu erleichtern.
Angelehnt an Anton Tschechows „Die Möwe“ begleiten wir in Alessa Bollacks Kostja auf dem Weg aus der physischen Welt in ein digitales Nachleben. Eine eigens für das Projekt entwickelte KI ermöglicht, nicht nur den realen Darsteller, sondern auch sein digitales Abbild zu erleben und mit diesem in Dialog zu treten.

Mit
Alex Junge

Regie
Alessa Bollack

Creative Technology
Moritz Huson

Video
Nils Eberwein

Musik & Sounddesign
Leon Maximilian Brückner, Constantin Rinke

Kostüme
Monika Kälberer

Dramaturgie
Philipp Schulze

In Kooperation mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

Dauer
60 Minuten, keine Pause

Eintritt frei

Die Gesetzlosen (UA), Donnerstag 19. März 2026, um 19:30 Uhr, Einführung 19:00 Uhr

Foto: ©Joachim Dette

nach dem Roman „Outlawed“ von Anna North

Theaterhaus Jena

Im alternativen Western-Roman „Outlawed“ wird das Bild eines von einer verheerenden Grippeepidemie heimgesuchten Amerikas entworfen. In dieser konservativen, religiös geprägten Gesellschaft gilt Fruchtbarkeit als höchste Tugend der Frau – Unfruchtbarkeit wird mit Hexerei oder Sünde gleichgesetzt. Die Protagonistin Ada wird verstoßen, als sie nach einem Jahr Ehe kein Kind bekommt. Um der Hinrichtung zu entgehen, flieht sie und schließt sich einer Gruppe von Gesetzlosen an – einer Bande queerer und nicht-konformer Außenseiter*innen.
Regisseurin Anne Sophie Kapsner verschiebt in ihrer Inszenierung den Fokus von der Geschichte Adas auf die Prüfungen und Abenteuer der Gesetzlosen. Aus Literatur und Film bekannte Motive des Western werden aufgegriffen, hinterfragt und schließlich neu besetzt, um so Gegenentwürfe zur gesellschaftlichen Norm zu zeichnen.

Mit
Jonathan Perleth, Mona Louisa-Melinka Hempel, Thato Kämmerer, Ioana Niţulescu, Léa Zehaf

Regie
Anne Sophie Kapsner / Assistenz Thomas Schmale

Musik
Laura Eggert

Video
FangSheng Chou

Dramaturgie
Josef Bäcker

Bühne und Kostüm
Marlene Pieroth

Dauer
120 Minuten, keine Pause

Sturzflug (UA), Sonntag 22. März 2026, um 19:30 Uhr, Einführung 19:00 Uhr

Foto: ©BBraun

von und mit Hannah Elischer

SWOOP Kollektiv

Einfach mal weg, einfach mal abheben und losfliegen. In Molly's Kopf summt es. Ihr Herz schlägt in ungewohntem Rhythmus und das ziemlich laut – alles war doch so sicher, so klar und unkompliziert, doch jetzt: Chaos. Mollys Gefühle überschlagen sich. Und dann: plumpst eine Taube in ihr Zimmer und kackt alles voll. Was wird das jetzt? Molly begibt sich mit einem ungewollten Gast auf die Suche, um diese Frage nicht zu beantworten. In einer Mischung aus Schauspiel, Puppenspiel und Videomapping thematisiert „Sturzflug“ unterschiedliche Ängste, die „Mensch” davon abhalten, Initiative zu ergreifen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Spiel, Regie & Umsetzung
Hannah Elischer

Outside Eye, Dramaturgie & Voice Over
Thibaud Gross

Video & Technik
Kilian Koeth

Musik
David Zipser, Paul Kemner, Hannah Elischer

Puppenbau
Odile Pothier, Hannah Elischer

Requisitenbau
Thibaud Gross

Dauer
45 Minuten, keine Pause

Ich sehe was / was du nicht siehst (UA), Dienstag 24. März 2026, um 19:30 Uhr, Einführung 19:00 Uhr

Foto: ©Sofia Schomko

von Sergej Gößner

Theater der Stadt Aalen

Da ist so eine Erinnerung, die weit zurückliegt. Er hat sie über die Jahre ab und an erzählt und dazwischen lag Zeit. Viel Zeit, in der er sich verändert hat… Ein Sommerabend, eine Hausparty und Flaschendrehen mit Zungenkuss. Und danach zu zweit im Zimmer und alle denken, da war was. Mit Anfassen, Lust und ekstatischer Vorfreude – aber so war es nicht.
Wie kann eine Gesellschaft Menschen unabhängig vom Geschlecht vor Übergriffen schützen? Wie lässt sich gegen patriarchale Vorurteile vorgehen, die Täter*innen in die Karten spielen und Freund*innen und Angehörige von Geschädigten verunsichern? Sergej Gößners „ich sehe was / was du nicht siehst“ bietet vielfältige Perspektiven auf ein Thema, das allzu oft aus Scham verschwiegen wird.

Mit
Trigal Sandberger Cañas, Marius Petrenz

Regie
Julius Max Ferstl

Ausstattung
Tom Schellmann

Dramaturgie
Ella Elia Anschein

Regieassistenz
Fabian Eberhardt & Amelie Möcklin

Dauer
75 Minuten, keine Pause

Voyager Golden Record , Freitag 27. März 2026, um 19:30 Uhr, Einführung 19:00 Uhr

Foto: ©Lukas Büsse

von Nikolai Gemel, Margarete Albinger und Rahel Künzi

Freies Kollektiv

Ist da draußen jemand? Und falls nicht, weshalb?
Wer bin ich? Wer sind wir? Und wenn ja, warum?
Im Jahr 1977 schickte die Raumfahrtbehörde NASA zwei Raumsonden ins Weltall: Die Voyager Mission wird geboren. Auf beiden Sonden befindet sich eine vergoldete Schallplatte mit Informationen über die Menschheit zur Verständigung mit möglichem außerirdischen Leben.
Mit Bildern, Grafiken, Grußbotschaften, Musik und Geräuschen erzählt die Voyager Golden Record von uns Menschen, wer wir sind, wer wir waren, wer wir mal gewesen sein werden. Der Kontakt zu den Raumsonden wird nicht mehr lange bestehen. Um im letzten Moment, bevor es endgültig vorbei ist, noch etwas hinterherzuschicken, erzählt diese Inszenierung ein persönliches Programm zu den Themen, die auf der Voyager Golden Record fehlen: Dem Theater und der Liebe.

Mit
Nikolai Gemel, Jakob Immervoll, Fabian Krüger

Text & Regie
Nikolai Gemel

Bühne
Margarete Albinger

Kostüme
Rahel Künzi

Video
Tobias Haupt

Technik
N.N & Team Technik Parktheater

Produktionsleitung
Pauline Halm

Dauer
100 Minuten, keine Pause

Kontakt

Sabrina Egetenmeir
Am Wambolterhof 2
64625 Bensheim

Tel.: 06251-177817
E-Mail: parktheater(at)bensheim.de

Veranstalter

Unterstützer